Erfahrungsbericht KinderArztRuf Berlin

Erfahrungsbericht KinderArztRuf Berlin

Wer kennt es nicht, die Kleinen werden meist dann krank, wenn der behandelnde Kinderarzt keine Sprechstunde mehr hat oder bereits im Wochenende ist. Genau so erging es uns vor einigen Wochen mit Carlotta. Seinen Lauf nahm alles am Donnerstag, aus anfänglich erhöhter Temperatur entwickelte sich leichtes Fieber, für uns noch kein Grund zur Sorge, denn in Verbindung mit dem allgegenwärtigen Zahnen beobachteten wir dies des Öfteren bei unserer Kleinen. Normalerweise war das Fieber dann auch so schnell wieder weg, wie es gekommen war. Diesmal gestaltete sich das Ganze aber etwas anders. Am Freitag Abend erreichte das Quecksilber den Höchststand von 40,8°C. Definitiv eine Temperatur, die nicht mehr mit Zahnen in Verbindung zu bringen war und eine andere Ursache haben musste. Da, wenn sonst auch gern mal bemüht, Dr. Google hier nicht als Ansprechpartner der Wahl erschien, musste professionelle Hilfe her. 

Doch woher nehmen an einem Freitag Abend, eine Option wäre sicher die Notaufnahme im Krankenhaus gewesen, doch zum Glück haben wir uns an einen Flyer vom KinderArztRuf Berlin erinnert, der schon seit Wochen bei uns am Kühlschrank hing. 

Mit unserer mehr als nur in den Seilen hängenden Tochter war die Motivation, so spät das Haus zu verlassen und sich mit ihr stundenlang in ein überfülltes Wartezimmer zu setzen, nicht die Größte, vor allem in ihrem Sinne.

Also die Nummer auf dem Flyer gewählt und der Sache einfach mal eine Chance gegeben, wohlwissend, dass es sich um einen privatärztlichen Notdienst für Privatpatienten oder Selbstzahler handelt. Meines Wissens derzeit auch nur in Berlin verfügbar. Trotzdem wollte ich euch an unserer positiven Erfahrung teilhaben lassen und dem ein oder anderen Leser aus dem Berliner Raum eine Option aufzeigen, wenn nicht ohnehin schon bekannt.

Die telefonische Aufnahme verlief sehr professionell und uns wurde ein Hausbesuch in den nächsten 2h in Aussicht gestellt. Der große Vorteil, wir konnten Carlotta zu Hause schlafen legen und mussten sie nicht aus ihrem Rhythmus reißen. Nach ca. 20 Minuten klingelte das Telefon und der für uns eingeteilte Kinderarzt ließ uns wissen, wann er in etwa bei uns sein würde. 

Nach circa einer Stunde stand er dann bei uns vor der Tür und machte einen sehr sympathischen Eindruck. Also Carlotta schnell aus dem Bettchen geholt und dem Kinderarzt vorgestellt. Mit seiner kompetenten und einfühlsamen Art hatte er schnell unser Vertrauen gewonnen. Es folgten die bei Fieber üblichen Untersuchungen. Meningitis, Bronchitis, Tonsilitis konnten ausgeschlossen werden und auch der Verdacht auf Scharlach wurde durch einen Schnelltest nicht bestätigt. 

Es konnte zwar keine eindeutige Diagnose gestellt werden, Verdacht auf Drei-Tage-Fieber, aber allein die Ausschlussdiagnosen und das Gespräch mit dem Kinderarzt und seine Einschätzung der Situation haben uns sehr beruhigt. Wir verblieben damit, dass wir Carlotta weiterhin Fieberzäpfchen geben und er sich am nächsten Tag noch einmal nach ihrem Zustand erkundigen würde. 

Am nächsten Tag hielt der Kinderarzt mit uns noch einmal telefonisch Rücksprache, um sich nach Carlottas aktuellem Zustand zu erkundigen. Zum Glück ging es für Carlotti bereits aufwärts und das Fieber begann langsam zu sinken und so riet er uns, dass wir bei nicht vollkommener Genesung, unsere Kleine am Montag unserem behandelnden Kinderarzt vorstellen würden.

Sonntag Morgen war dann das Fieber wie weggeblasen und unsere Kleine wieder fit wie ein Turnschuh. #perfektestiming

Rückblickend waren wir mit der Abwicklung, dem Auftreten des Arztes und den erbrachten Leistungen wirklich mehr als zufrieden und fühlten uns toll betreut.

Natürlich ist diese Variante nicht die günstigste, dafür aber sehr komfortabel und schonend für das Kind. Abhängig von Wochentag und Uhrzeit liegen die Kosten für einen Hausbesuch zwischen 100 und 180 €. Privat versicherte bekommen die Kosten in der Regel voll erstattet, doch auch einzelne gesetzliche Kassen übernehmen, nach Auskunft des Arztes, einen Anteil der Behandlungskosten. #fragenkostetnichts

Letztendlich muss jeder selbst abwägen, ob er ein solches Angebot für seinen Nachwuchs in Anspruch nehmen will oder kann. Es ist sicher kein Ersatz für den Kinderarzt des Vertrauens, aber eine gute Option wenn das nächste Mal wieder alles zusammen kommt. #murphyslaw

Weiterführende Informationen zum KinderArztRuf Berlin findet ihr auf www.kinderarztruf.com

Lach- und Krachgeschichten - Wir haben es geschafft!

Lach- und Krachgeschichten - Wir haben es geschafft!

Wir haben Wehen - die neue Serie unser Gastautorin Silv

Wir haben Wehen - die neue Serie unser Gastautorin Silv