Driving home for Christmas - dieses Jahr mal nicht!

Driving home for Christmas - dieses Jahr mal nicht!

Hallo ihr Lieben, endlich ist es soweit. Mein erster eigener Blogeintrag ist vollendet. Und ich freue mich riesig, diesen bei #newdadsontheblog veröffentlichen zu dürfen. Vielleicht kennt mich der ein oder andere bereits als die „fitteste Polizeibeamtin der Welt“. Über diesen Titel muss ich auch heute noch ein ganz klein wenig schmunzeln. Ich sehe das etwas bescheidener. Wer mich noch nicht kennt, kann sehr gern bei Instagram (@adrienne_koleszar), Facebook und YouTube eigene Recherchen über mich anstellen. Und sehr bald wird es unter www.adriennekoleszar.com weitere schöne und hoffentlich für euch interessante Blogposts von mir und meinem Leben geben. Ich freue mich auf euer Feedback. 

Driving home for Christmas - dieses Jahr mal nicht!

Angenehme 28 Grad im Schatten, schwülwarme Luft, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, zwischen den überdimensionalen Weihnachtsbäumen aus Plastik und vielfach vorhandener, wunderbar kitschiger Weihnachtsdekoration schlängeln sich zahlreiche Menschen, ich höre Gehupe und das Brummen von Mopeds und Rikschas. Und zwischendrin höre ich immer wieder die Klänge von Mariah Carey´s „All I want for Christmas is you, baby“. Genau - yoooouuu, baby. Moment mal?! Gehupe, Brummen von Rikschas, 28 Grad im Schatten, schwülwarme Luft? Wir sind nicht in Dresden. Wir sind dann wohl angekommen. Weihnachten in Thailand - Hurra!

 

Grundsätzlich liebe ich es ja - das herrliche Gefühl von Weihnachten. Ich liebe die vorweihnachtliche Stimmung, den Aufbau meiner Armee an Räuchermännern und Nussknackern, die Menschenmassen zum verkaufsoffenen Sonntag, gebrannte Mandeln und Schokoladenäpfel, Schrottwichteln zur Weihnachtsfeier, die seltsame Stille am Heilig Abend und die maßlose Völlerei an den Weihnachtsfeiertagen. Zugegeben, Weihnachten zu Hause und in der Familie kann schon mal stressig werden. Ich erinnere mich an eine brennende Tischdecke im vorangegangenen Jahr, eine bockige und dabei tonnenweise Stollenkonfekt essende Adrienne noch ein Jahr zuvor und andere Liebseligkeiten unter den Familienangehörigen.

Ein Jahr ohne Weihnachten wäre in der Tat voll und ganz ein verlorenes Jahr. Mein Weihnachten 2016 war wunderschön und ein ganz klein wenig anders als die 31 Jahre zuvor. Ich habe mich getraut, über die meiner Familie doch sehr heiligen Feiertage nicht zu Hause zu sein. Wenige Tage Resturlaub meinerseits bzw. vorgeschriebene Urlaubsraten auf Seiten meines Partners machten es möglich - ein Weihnachten in Bangkok. Und nochmal Hurra!

Wir schreiben Sonntag, den 18. Dezember 2016, 09:39 Uhr Ortszeit Bangkok und ich fertige nach ungefähr 20 Stunden Gesamtreisezeit vollkommen kaputt, aber stolz, das erste Bild am sogenannten Infinity Pool im Okura Prestige Bangkok. Ein Kampf um die wenigen überaus bequemen Liegen fand hier zu keiner Zeit statt. So liege ich nun da, eine leichte Brise weht mir um die Ohren, ich nippe an meiner 0,3 Liter-Flasche gratis Wasser. Und dabei trage ich noch immer voller Stolz meine schwarzen Kompressionsstrümpfe und meine graue Jogginghose vom Flug. Auf den Bezug unseres Zimmers müssen wir zu dieser Zeit noch ein ganz klein wenig warten, aber ich fühle mich wunderbar glücklich benebelt und froh.

 Die Tage in Bangkok vergingen sehr schnell. Geplant waren 2,5 Tage Akklimatisierung vom Flug, 7 volle Tage Faulenzen in Khao Lak und erneut 3,5 Tage Bangkok bevor es am 30. Dezember 2016 verteilt auf 3 Flüge wieder gen Dresden ging. DENN - am 31. Dezember wartete der letzte und vermutlich unspektakulärste Dienst des Jahres 2016 auf mich. Und wieder Hurra! 

Nun gut, kommen wir wieder zu Bangkok. Unser erstes Hotel, also das Okular Prestige, war tatsächlich ein wahr gewordener japanischer Traum. Unser Zimmer war fast so groß wie eine 50 Quadratmeter Einraumwohnung, der Toilettensitz stufenlos beheizbar (wer hätte je gedacht, dass ich über eine Toilette schreibe). Und das Bett, jaa das Bett glich einer Wolke - und zwar einer Wolke, in welcher man auf Drei versinkt und binnen kürzester Zeit in einen komatösen Zustand verfällt. Jeder Morgen danach war die reinste Freude und zwar Freude aufs Frühstück. Neben einem Überangebot am Frühstücksbüffet aus Brotwaren, süßem Gebäck, japanischen Spezialitäten, Crepes, Waffeln und Pancakes, gab es frisches Obst, thailändische Speisen, Käse in allen Sorten, Fisch und noch mindestens 50 Dinge mehr. Weiterhin konnten à la carte weitere deliziös angerichtete Speisen an den Tisch bestellt werden (alles inklusive). Zu unserem klassischen Frühstück gehörten Egg Benedict, Oatmeal, Eiweiß-Omelett und eines meiner Lieblings-Desserts - French Toast. Kurzum - hier war wirklich alles perfekt. Weihnachten, ich bin bereit. Du kannst kommen.

 

Am 20.12.2016 war es soweit. Es hieß Abschied nehmen. Wir verließen mein neues Lieblingshotel, um uns 7 Tage am Strand von Khao Lak zu erholen. Die Vorfreude war groß, die Erwartungshaltung ebenfalls. Und so landeten wir gegen 14:00 Uhr am Flughafen von Phuket. Am Sammelpunkt für Fluggäste nationaler Flüge suchte ich anfangs noch sehr ambitioniert nach unserem Fahrer. Aus Bangkok heraus haben wir über die Rezeptionen beider Hotels (also der des gegenwärtigen und des neuen Hotels) in bestem Thai einen Transfer mittels Shuttle-Bus für 1900 THB (umgerechnet 50 Euro) organisiert. Meine Ambitionen sanken minütlich, denn da war niemand, zumindest niemand mit einem Schild mit unseren Namen darauf. Nach einer Stunde orderten wir genervt ein Taxi und rasten im wahrstem Sinne des Wortes mit über 100 Sachen gen Khao Lak. Angst hatten wir keine.

Unseren Empfang im Ramada Hotel Khao Lak beschreibe ich trotz der tropischen Schwüle als nüchtern und kalt. Wir rechtfertigten uns in etwa eine halbe Stunde für den nicht in Anspruch genommenen Fahrer, welcher heute wohl noch immer am Ausgang für internationale Flüge am Flughafen Phuket auf uns wartet. Von gewohnter Thai-Freundlichkeit leider keine Spur. Nach insgesamt einer Stunde Diskussion wurden wir endlich zu unserem Zimmer mit Anschluss an die örtliche Baustelle geführt. Das Zimmer war weit von meinen kühnsten Vorstellungen entfernt. Es glich ganz platt gesagt einem Krankenhauszimmer. Nach weiterer Diskussion erhielten wir also ein neues Krankenhauszimmer, dieses Mal aber ohne Baustellenlärm, dafür mit Klimaanlage in Lautstärke eines laufenden Triebwerkes. Und so endete sie, meine Vorfreude auf Weihnachten. Die Stimmung war ebenso betrübt wie der Himmel - es regnete. Für mich war klar - ich muss hier weg. Aber wie sagt man immer so schön diplomatisch - eine Nacht sollte man über alles schlafen. Und so taten wir dies mehr schlecht als recht. Die 8 Stunden Schlaf kamen mir am Morgen danach vor wie eine ganze Nacht durchgetanzt. Das Triebwerk in unserem Zimmer leistete gute Arbeit. Urlaub mit Oropax - das ist doch mal was.

Am nächsten Morgen bemühten wir uns um einen Deal mit dem Manager des Hotels. Wir entschieden unter Zahlung einer Strafnacht, am 24.12. zurück nach Bangkok zu fliegen. Gesagt, getan. Und schon ging es für umgerechnet 54 Euro pro Nase zurück nach Bangkok. Überraschung - wir schlafen erneut im japanischen Palast.

Und wieder lausche ich den freudigen Klängen weihnachtlicher Popmusik. Dieses Mal schmetterte es in meinen Ohren „Last Christmas, I gave you my heart…“. Ich schlüpfte in mein bisher teuerstes Kleid von Boss, welches ich sicher noch ein paar Jahre abtragen werde und fühle mich in meinen roten Pumps und meiner dazu passenden roten Tasche wie das Christkind selbst. Nach ein paar flinken Fotos in der Hotellobby vor dem für mich schönsten und größten Kunst-Weihnachtsbaum samt bronzefarbener Rentier-Deko, welchen ich jemals gesehen habe, ging es zurück aufs Zimmer und zwar zurück in Jeans und T-Shirt, denn wir hatten Hunger - Hunger vom Reisen, Appetit auf mehr. Kurz und knapp - wir aßen tatsächlich zwei Burger und zwar zwei sehr ansehnliche Burger aus Wagyu-Beef im Hyde & Seek. Lecker.

Zu späterer Stund war es dann so weit. Es war Abend am Heilig Abend. Und es kehrte keine Ruhe ein in Bangkok. Und das war gut so. Wir genossen den Abend des 24.12. bei meinem ersten Sechs-Gänge-Menü im Restaurant Elements direkt im Hotel. Wir saßen auf der Dachterrasse im 25 Stockwerk und lauschten der Stadt. Und so genossen wir über einen Zeitraum von drei Stunden Austern, gebratene Gänseleber, Kastanien-Suppe, Schottischen Lachs, gebratenen Truthahn und Lamm, Schokoladenküchlein mit Kirschen und Co. - natürlich laut Karte alles viel hochtrabender beschrieben. Und so endete der Heilig Abend um 23:00 Uhr Ortszeit Bangkok ganz fromm und friedlich und ein ganz klein wenig überfressen in unserer überdimensionalen Wolke. Weihnachten in Bangkok - Hurra!

An dieser Stelle unterbreche ich meine weihnachtlichen Erfahrungen in Bangkok für ein kleines Fazit. Wir würden jederzeit wieder ein Weihnachten in BANGKOK verbringen. Es war trotz der tropischen Temperaturen ein wahnsinnig tolles Gefühl von vorweihnachtlicher und weihnachtlicher Atmosphäre bis hin zu unserem Abflug zu verspüren. Wir selbst haben den 1. und 2. Weihnachtsfeiertag ebenso zelebriert wie zu Hause – und es war herrlich schön. Sightseeing und Sonnen am Tage, Shoppingmarathon am Abend und leckeres traditionelles wie auch überaus modernes Essen über den gesamten Tag verteilt, machten die rund 14 Tage Thailand auch in der Weihnachtszeit zu einer gelungenen Erinnerung. Die Bangkokianer sind jung, überaus fesch, gut gekleidet und vor allem FREUNDLICH. Der Hang zu extraordinärem Süßkram und die stets überfüllten BTS-Bahnen (öffentlicher Nahverkehr) imponierten uns wirklich sehr. DENN, die Stimmung auf allen Seiten war stets bestens. Auch an herrlich kitschiger Weihnachtdekoration mangelte es keinesfalls. Und wer denkt, nur Weihnachten zu Hause sei Völlerei, der soll für 2017 einen Flieger in meine neue Lieblingsstadt buchen. Es lohnt sich UNBEDINGT. Übrigens – den traditionellen Weihnachtsbaum haben wir zu Hause bereits 14 Tage vor Abflug aufgestellt. Heute muss er tatsächlich weichen. Ich habe festgestellt - Weihnachten ist eine Lebenseinstellung und niemals an einen bestimmten Ort gebunden.

Eure Adrienne

"Was wäre wenn...?" - #papapapakind

"Was wäre wenn...?" - #papapapakind

Weihnachten @home - unsere junge Weihnachtstradition

Weihnachten @home - unsere junge Weihnachtstradition